National Geographic
Titanic

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Titanic-Cover des National Geographic Magazins auf dem iPad

In exklusiver Zusammenarbeit hat ixtract das aktuellste Modell des Titanic-Wracks für National Geographic und RMS Titanic, Inc. entwickelt. National Geographic lieferte uns dazu hochaufgelöste Mosaik-Bilder der drei Ansichten von rechts, oben und von unten. Jedes einzelne Mosaik ist dabei wiederum aus tausenden Einzelfotos zusammengesetzt, die vom Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) beim letzten Expeditions-Tauchgang aufgenommen worden sind. Die Vorgabe war es, eine möglichst exakte Nachbildung des Bugs zu erstellen. Die Titanic liegt nur schwer zugänglich in 3800 Meter Tiefe, umhüllt von Meeresschlamm und Dunkelheit. Die Kameras der Tauchroboter können so maximal 5 Meter lange und ebenso hohe Teilbereiche erfassen, sodass dieses Wrack bisher noch nie in seiner Gesamtheit zu sehen war.
Die vorliegenden Bilder zeigen erstmalig eine vollständige Rundumsicht des gesunkenen Schiffs. Insgesamt haben wir rund 400 Stunden in 4 Wochen damit verbracht, das Modell für die 360° Animation in drei verschiedenen Kamerawinkeln zu erstellen.

Nicht nur uns hat die ganze Umsetzung gut gefallen: die Medienresonanz war enorm, wie einige beispielhafte Links zum 100 Jahrestag der Katastrophe zeigen:

www.ngm.nationalgeographic.com
www.blogs.cio.com

www.boingboing.net
www.heraldsun.com.au
www.t-online.de
www.thenextweb.com
www.english.sina.com
www.theaustralian.com.au
www.capital.de
www.spiegel.de
www.oceanleadership.org
www.abcnews.go.com
www.n24.de
www.scientificamerican.com
www.encyclopedia-titanica.org
www.news.yahoo.com
www.ca.omg.yahoo.coml
www.defenceforumindia.com
www.foxnews.com

National Geographic <br />Titanic
© 2012 RMS Titanic, Inc.; Produziert von Woods Hole Oceanographic Institution. Modeling von ixtract GmbH





Das Endergebnis war eine 360º-Animation aus drei verschiedenen Perspektiven. Die iPad-Anwendung kann in diesem Video oder der iPad-Ausgabe des National Geographic Magazine betrachtet werden.



Vorbereitung des Nachbaus

National Geographic <br />Titanic
Kameraverzerrungen und einige Fehler in der Zusammensetzung von drei zur Verfügung gestellten 127-Megapixel großen Mosaik-Bilder (Draufsicht, rechte und linke Seitenansicht) führten nach kurzer Zeit an einigen Stellen zu Sackgassen im Nachbau. Unter der Prämisse, ein möglichst exaktes 3D-Modell zu erzeugen, waren weitere Referenzen wie z.B. Blaupausen und Konstruktionszeichnungen nötig, um die Querschnitte des Rumpfs zu erzeugen und die genauen Fehler in den Mosaiken zu finden.
National Geographic <br />Titanic
National Geographic <br />Titanic
National Geographic <br />Titanic
Basierend auf einer enorm komplexen Dokumentation haben wir unsere Mosaikbilder durch Hunderte von Ansichten erweitert, die uns aus früheren Expeditionen zur Verfügung standen. Dadurch konnten wir ein besseres Verständnis der verfallenen Strukturen und deren räumlichen Anordnung bekommen.


Geometrie

National Geographic <br />Titanic
Wir hatten die Möglichkeit, mit der Konstruktion des Ist-zustandes der zerstörten Decks zu beginnen. Allerdings waren wir uns nicht sicher, ob das Material, welches ja aus tausenden Einzelbildern bestand, ausreichend präzise für diesen Ansatz war. Nach einiger Überlegung hatten wir uns dann entschieden, das Schiff-Modell vor seiner Deformation aufzubauen, um somit auch ein besseres Verständnis der Geometrie zu erhalten. In einem zweiten Schritt passten wir dieses Modell dann an den erodierten, heutigen Zustand an.
National Geographic <br />Titanic
National Geographic <br />Titanic
National Geographic <br />Titanic


Deformation

National Geographic <br />Titanic
Mit einem Vorschlaghammer bewaffnet und auf Basis des Referenzmaterials begannen wir, Löcher in den Rumpf zu schlagen und die Geometrie zu verformen. Wir konzentrierten uns zuerst auf die großen Schäden, wie z.B. das Loch, welches durch den Eisberg am Steuerbord und am hinteren Ende verursacht wurde.


Details

National Geographic <br />Titanic
Der Unfall selbst, der enorme Druck in 3700 Metern Tiefe, die Korrosion und zahlreiche Bakterien haben in den letzten Jahrzehnten das Wrack massiv beschädigt. Unter Berücksichtigung dieser Fakten fuhren wir mit der „Zerstörung“ der Decks fort.
National Geographic <br />Titanic
Fenster und Türen wurden direkt in die Schiffshülle eingebaut, während andere Details später nur mit Hilfe von Texturen eingeblendet wurden.
National Geographic <br />Titanic
Durch zusätzliche Sonar-Scans, die wir gegen Ende des Projekts erhielten, konnten wir die tatsächliche Höhe des zweiten Schornsteins genauer berechnen.
National Geographic <br />Titanic
Aufgrund von fehlendem Bildmaterial zu Beginn des Projektes konnte das Heck zunächst nicht so präzise modelliert werden. Nach und nach wurden uns immer mehr Bilder und Pläne zur Verfügung gestellt, sodass wir während des Konstruktionsprozesses auch immer neue Erkenntnisse gewinnen konnten (was nicht ganz den optimalen Arbeitsablauf darstellt). Erst dadurch konnten wir z.B. die richtige Anzahl der Heizkessel in diesem Abschnitt des Heizraums richtig bestimmen. Auf dem Bildmaterial waren noch nicht alle fünf Kessel sichtbar.


Texturierung

National Geographic <br />Titanic
Mit dem Ziel, eine realistische Unterwasserwelt mit einem seit hundert Jahren auf dem Meeresgrund liegenden Schiffswrack darzustellen, mussten auch der Algenbewuchs am Rumpf möglichst echt aussehend hinzugefügt werden. Dafür zogen wir lange Low-Poly Objekte am Rumpf entlang, um diese dann mit Algen- und Pflanzentexturen zu versehen. Die Texturgrößen variierten von 256x256 Pixel bis zu einer Größe von 6000x6000 Pixel. Am Ende des Projekts hatten wir mehr als 100 Texturen mit mehreren Kanälen erzeugt, die allein insgesamt mehr als 4,5 Gigabyte Speicherplatz in Anspruch nahmen.
National Geographic <br />Titanic
Teilansicht aus dem hinteren, mit Algen behangenen Teil des Heizraums.



Beleuchtung

National Geographic <br />Titanic
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Wir sind richtig stolz auf unser Rekonstruktion der Titanic und glücklich, dass wir so weit gekommen sind. Dieses Projekt hat es ermöglicht, ein sehr genaues Bild des gesamten Vorschiffs zu erhalten. Die vorherrschenden Verhältnisse am Meeresgrund, die Dunkelheit und der Schlamm, der das Wrack umgibt, machen es unmöglich, ein solches Bild der Titanic in "echt" zu erhalten. Dies ist die weltweit einzige, detaillierte Reproduktion des aktuellen Zustand des Schiffswracks.

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